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Fledermäuse - vom Aussterben akut bedroht?

Mit Erschrecken haben Fachleute in den siebziger Jahren ein Rückgang vieler Arten um mehr als 90 Prozent festgestellt. Häufige Verwendung von Insektiziden, Zerstörung von Lebensräumen und Monokulturen zum Einen und fehlende Quartiermöglichkeiten zum Anderen haben daran Schuld.

1970 - Tod der Fledermäuse

Zwischen den sechziger Jahren und den achtziger Jahren ist in den großen nordbayerischen Winterquartieren Großen Mausohrenein Rückgang auf etwa zehn Prozent der ursprünglichen überwinternden Individuen festgestellt worden. Lesen Sie mehr über den aktuellen Stand und die Bedrohung vom Aussterben.

Nahrungsmangel

Seitdem in Deutschland in großem Stil Monokulturen angepflanzt werden und viele Lebensräume von Insekten, wie z.B. Feldraine oder stark strukturierte Wiesen und Gartengebiete (Obstgärten) etc., zerstört worden sind, kann man einen Rückgang der Fledermäuse feststellen. Erschwerend dazu kommt der starke Einsatz von Insektiziden, das Nahrungsangebot der Fledermäuse ist stark zurückgegangen. Lesen Sie mehr zur Nahrungsproblematik.

Quartierverlust und Quartiervergiftung

Seit Jahren nehmen die typischen Fledermausquartiere ab, es gibt weniger Keller und Höhlen, die modernen Häuser sind meist sehr gut isoliert, nicht nur gegen Kälte, auch gegen Fledermäuse. Holzschutzmittel wie Lindan und PCP wurden bis in die späten achtziger Jahre eingesetzt (Vergiftung!). Bestehende Quartiere, wie Kirchdachstühle, werden renoviert, ohne Rücksicht auf Fledermäuse zu nehmen. Positive Meldung hier für Nord- und Südbayern: Die Baufirmen und die Kirche arbeiten positiv mit dem Fledermausschutz zusammen. Lesen Sie mehr zum Thema der Quartierproblematik.

Natürliche Feinde

Neben den bisher genannten Bedrohungen, die ausschließlich auf den Menschen zurückzuführen sind, gibt es auch andere, natürliche Feinde für Fledermäuse. Katzen, Eulen und Marder sind sicherlich die gefährlichsten, aber auch Wanderfalken und andere Greifvögel jagen Fledermäuse.

version 1.1 - Januar 2003