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Wie frisst die Fledermaus ?

Nachdem die Fledermaus mittels Echoortung ein Insekt in der Luft lokalisiert hat, muss sie versuchen dieses Insekt zu fangen, damit sie es fressen kann. Dass das nicht so einfach ist, kann man sich leicht vorstellen.

Annäherung an die Beute
Zuerst nähert sich die Fledermaus im Flug an die Beute an, sie erhöht dabei die Anzahl ihrer Ortungsrufe. Ihre Rufe folgen in immer kürzerem Abstand (< 30 ms), um so möglichst genau Entfernung und Standort der Beute zu ermitteln. Man spricht dann auch von einem final-buzz, der Höreindruck in einem Fledermausdetektor ist dabei sehr typisch. Die folgende Grafik zeigt solche eine finale Annäherung an die Beute. Dargestellt sind Ortungsrufe der Nordfledermaus, die in einen final-buzz übergehen. Auf der x-Achse ist die Zeit, auf der y-Achse die Frequenz aufgetragen (Sonagramm):

Sonagramm-Finalbuzz

Hörbeispiel:
"final-buzz" Aufnahme, 10-fach verlangsamt im MP3 Format
"final-buzz" Aufnahme, 10-fach verlangsamt im WAVE Format

Beute vor der Nase
Könnte die Fledermaus die Beute mit ihren Augen sehen, dann würde sie sicher das Maul verwenden, um die Beute aufzunehmen. Die Fledermaus hilft sich anders, sie nutzt entweder ihren Flügel oder ihre Schwanzflughaut als Kescher. Geschickt fängt sie das Insekt ein und transportiert es in eine von der Schwanzflughaut gebildete Tasche.

Zum Fressen schlägt sie fast einen Purzelbaum
Mit einer akrobatischen Aktion, die sehr an einen Purzelbaum erinnert, holt die Fledermaus nun die Beute aus der Schwanzflughaut und frisst sie entweder noch im Flug oder sucht sich ein ruhiges Plätzchen und vertilgt dort die Beute.

version 1.1 - Januar 2003