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Beine zum Hängen

Ohne Kraft Hängen
Hängen an den Füssen Die geniale Konstruktion der Beine erlaubt unseren Flattertieren ohne Kraftaufwand zu hängen. Das ist sehr wichtig, bedenkt man, dass die Tiere auch während des Winterschlaf oft an Fels oder Mauerwerk hängen. So fallen Fledermäuse auch dann nicht von der Decke, wenn sie bereits tot sind.

Der Mechanismus im Fuß der Fledermaus ist dabei recht einfach zu erklären. Die Sehne, die zu den Zehen führt, läuft durch eine Scheide mit rauer Oberfläche. Krümmt die Fledermaus aktiv mit Muskelkraft die Zehen beim Hängen und erschlaffen dann die Muskeln, wird die Sehne an die raue Sehnenscheide gedrückt und so fixiert. Alleine das Körpergewicht, das passiv an den Beinen zieht, reicht aus, dass diese Sperre aktiviert bleibt. Damit beim Hängen nicht alles Blut im Kopf zusammenläuft, hat die Fledermaus angepaßte Adern im Halsbereich, die das verhindern sollen.

Langohr im Winterschlaf Beim Start wird durch die Entlastung des Beines diese Sperre wieder aufgehoben (in der Zeichnung gestrichelt).

Jedoch gibt es auch andere Techniken, so hat eine tropische Fledermaus Haftscheiben entwickelt, mit denen Sie sich sogar an Glas festhalten kann (Thyroptera tricolor).

Laufen auf diesen Beinen?
Fledermäuse können ihre Beine auch zum Laufen verwenden. Wenn sie das tun, dann laufen sie sowohl auf den Handgelenken mit eingefalteten Flügeln, sowie auf den nach unten zeigenden Füßen und Zehen. Sieht man Fledermäuse an Bäumen oder Felsen, dann ist man oft erstaunt, wie gut sie auch mit den Füßen und Daumenkrallen klettern können. Manche Fledermäuse bewegen sich sogar regelmäßig über den Boden. Dazu gehören jagende Vampire (Desmodus) und die neuseeländischen Mystacina.

laufende Fledermaus


version 1.1 - Januar 2003