Keine Nahrung mehr für Fledermäuse?
Größere Monokulturen und häufige Verwendung von Insektiziden sowie eine Umgestaltung der Landschaft schränken das Nahrungsangebot für Fledermäuse ein. Große Beluchtungsanalagen in und um Städte fangen die Insekten aus der natürlichen Umgebung und vermindern so deren Populationsdichte langfristig.
Falsche Landschaftsplanung?
Immer häufiger finden wir auch bei uns in Deutschland riesige Monokulturen vor. Feldränder werden bereinigt, d.h. kleinere Gebüsche und Bäume fallen der Landwirtschaft zum Opfer. So fehlen gerade Insekten die passenden Habitate, die Schutz vor Fressfeinden und Nahrung liefern. Stattdessen werden riesige Flächen für Monokulturen genutzt, dort gibt es dann kaum mehr Insekten, meist nur wenige Arten. Vergleicht man die Felder und Wiesen der jetzigen Zeit mit denen vor 40 Jahren, dann fällt dieses Fehlen von Insekten stark auf. Neben den Feldern sind auch Wälder betroffen, die Nutzholz Gewinnung läßt Insekten und damit Fledermäuse aus den Wäldern verschwinden.
Insektizide = Chiropterizide?
In der heutigen Land- und Forstwirtschaft werden großflächig Insektizide eingesetzt. Der Befall von Eichenwäldern mit Schwammspinner wird mit Dimilin, die Mückenplage am Chiemsee mit Bacillus thuringensis behandelt. So werden die schon recht wenigen Insekten nochmals durch die chemische Keule verringert. Den Fledermäusen fehlen dann nicht nur Beutetiere, die vorhandenen sind oft auch mit Gift voll gepumpt.
Problem gerade für die Spezialisten
Viele der heimischen Fledermausarten sind bezüglich ihrer Nahrung Generalisten und fangen ein breites Spektrum an Arthropoden. Jedoch gerade die Spezialisten unter den Fledermäusen, die nur wenig Auswahl an Nahrung haben, leiden unter diesem Problem.