Fledermäuse in Städten
Viele Fledermäuse, insbesondere diejenigen, die früher in Spalten und Höhlen gelebt haben, sind in Städte eingezogen. Dort finden sie unzählige Quartiermöglichkeiten, viele Arten leben nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter in den Städten. Gerade die Zwergfledermäuse sind dabei wahre Meister im Auffinden von Quartieren, sie haben beinahe jeden Gebäudetyp für sich erobern können. Auch Arten wie die Nordfledermaus, die Zweifarbfledermaus oder die Breitflügelfledermaus haben in Häusern Quartiere gefunden. Meist hängen die Tiere noch ähnlich wie in einer Höhle im Dachstuhl von Häusern, einige suchen auch Spalten auf. Die Zwergfledermäuse nutzen alles, was sich zum darunter kriechen findet, Spalten, Dachfolie, Verkleidungen etc.
So besteht mittlerweile eine der wichtigsten Aufgaben des Fledermausschutzes darin, Hausbesitzern zu Helfen im Einklang mit den Fledermäusen zu leben. Nachdem Hausbesitzern immer wieder fragen, ob die Fledermäuse gesundheitliche Probleme (Tollwut) auf den Menschen übertragen können, haben wir eine Brochüre der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere zusammengefasst.
Jagd in der Stadt
Jagende Fledermäuse in Städten sind keine Seltenheit, beinahe überall kann man sie an Laternen oder über Gärten und Parks jagen sehen. Durch unsere Beleuchtungen an Straßen und Industriegebieten werden Insekten aus der gesamten Umgebung angezogen, diese wiederum ziehen dann die Fledermäuse an. Manche Zwergfledermaus jagt beinahe die gesamte Nacht an wenigen Laternen in der Nachbarschaft ihres Quartiers. Jüngere Menschen können dann Balzrufe der Zwergfledermaus-Männchen oder Jagdrufe des großen Abendseglers hören, der auch häufig über Städten Beute fängt.