Ein kleines Weihnachtswunder für Abendsegler
Diese Geschichte ist im Dezember 2001 wirklich so passiert. Wir möchten Euch zeigen, wie das Weihnachtsfest für eine kleine Gruppe Abendsegler beinahe tödlich endete. Volker
Es begann alles damit, dass es Anfang Dezember plötzlich sehr kalt wurde. Innerhalb weniger Tage hatten wir dreimal Anrufe aus einem Wohnheim in Erlangen erhalten: Dort flogen verirrte Fledermäuse (Große Abendsegler) durch das Haus. Zuerst dachten wir, dass ein paar Tiere dort nur einflogen, um vor der Kälte Schutz zu suchen. Etwa eine Woche vor Weihnachten passierte dann etwas. Als wir wieder einmal eine einzelne Fledermaus dort abholten, es war die siebte, fanden wir in einer hohlen Decke etwa 10 weitere Tiere.
Der Platz, den sich diese Tiere ausgesucht hatten, war jedoch viel zu warm. Das ist gefährlich für Fledermäuse, da sie dann nicht tief genug schlafen. Wir beschlossen diese Tiere vorsichtig abzunehmen und ein besseres Winterquartier zu suchen.
Doch es wurden immer mehr Tiere und so hatten wir plötzlich 20 Tiere dort gerettet. Was nun? Naja, da die meisten der armen Tierchen bereits sehr abgemagert waren, beschlossen wir sie zu füttern.
Mit fleissigen Helfern der Uni Erlangen sassen wir so jeden Tag zwei bis drei Stunden und halfen den Abendseglern wieder etwas höheres Gewicht zu erlangen. Am Wochenende vor Weihnachten waren immer noch nicht alle schwer genug. So mußten wir bis nach Weihnachten füttern (Danke Ute und Nic!).
Jetzt sind sie alle, insgesamt 30 Tiere, in einem Baumstamm sicher untergebracht. Wir sehen regelmäß nach, ob alles in Ordnung ist. Im Frühjahr werden wir die Tiere dann hoffentlich alle lebendig wieder freilassen können.
Vielen Dank schulden diese Tiere auch den Verantwortlichen im Wohnheim, die nicht aufgegeben haben und uns alle Tiere sicher bis zur Abholung aufbewahrt haben. DANKE im Namen der Abendsegler!
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